Person sein, statt Regression

Über Uns

Die wachsende Zahl von dementiell veränderten Menschen in unserer Gesellschaft stellt auch die Angehörigen vor große Belastungen. Gerade in der Anfangszeit der Erkrankung kann mit einer verantwortungsbewussten und liebevollen Begleitung die Lebensqualität würdevoll aufrecht erhalten werden. Mit unserer Unterstützung können Defizite behutsam kompensiert und so die Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben verlängert werden - eine wirksame Prävention gegen Vereinsamung, Verunsicherung oder Aggression.

Unser Anliegen ist es, den Betroffenen im Alltag zu helfen und sie auf ihrem Weg zu begleiten. Über Brauchtum und Tradition lassen sich alte Erinnerungen wecken, bei denen sich die Betroffenen wohl, sicher und lebendiger fühlen. Mit Hilfe einer achtsam angeleiteten Erinnerung an die eigene Vita können freudige Erlebnisse wachgerufen und so wichtige Ressource für Lebensfreude, Zufriedenheit und Selbstvertrauen werden. Situativ bieten wir auch die Möglichkeit, kulturelle und andere Veranstaltungen gemeinsam zu besuchen.

Die Angehörigen finden durch unsere Begleitung der Betroffenen wieder neue Freiräume und Entlastung. Zusammen mit den Angehörigen möchten wir regelmäßig deren Anliegen erörtern und gemeinsam individuelle Lösungen finden.

Das Auxilium- Betreuungsangebot setzt sich ganz klar von einem pflegerischen Angebot ab. Pflege wird von den Kassen im Minutentakt abgerechnet, während die Betreuung zeitlich aufwendiger ist und im Stundentakt abgerechnet wird.
Die ambulante Betreuung von dementiell veränderten Menschen findet im gewohnten häuslichen Umfeld statt. In dieser Umgebung fühlen sich die Patienten wohl und können sich bestmöglich ihren Einschränkungen entsprechend bewegen.
Die psychosoziale Intervention beinhaltet ein Aktivierungsangebot, das sich an kognitiven, sozialen und biografischen Eckpunkten orientiert. Die kognitive Stimulation richtet sich nach der Leistungsfähigkeit sowohl auf den abstrakt mentalen Bereich, als auch auf die konkreten physischen Fähigkeiten. Dazu wird ein wohldosiertes, auf den einzelnen Patienten abgestimmtes Hirnleistungstraining angeboten. In der Erinnerungspflege wird auf eine im Langzeitgedächtnis abgespeicherte Erinnerung Zugriff genommen, weil diese sehr lange als Ressource zur Verfügung steht. Diese autobiografischen Altgedächtnisinhalte sollen mit Hilfsmitteln wie „ Erinnerungskoffer: Fotos, Briefe, persönliche Gegenstände“ stimuliert werden. Ziel ist es, das Erinnerungsvermögen möglichst lange zu erhalten, und es als Baustein für eine verbesserte Lebensqualität zur Verfügung stellen zu können.

Dies könnte sich in gewisser Hinsicht auch antidepressiv auf den Patienten auswirken. Mit validierendem Verhalten wird der Patient in seiner Einzigartigkeit wertgeschätzt und sein Verhalten ohne Wertung akzeptiert. Damit bleibt seine Würde aufrechterhalten. Die psychosozialen Interventionen beziehen sich sowohl auf eine bilaterale Förderung, als auch auf eine Integration des familiären bzw. sozialen Umfeldes.

Neben der Unterstützung des Patienten per se, erfolgt gleichzeitig eine Entlastung der pflegenden Angehörigen. Unter solchen Voraussetzungen kann es sogar möglich sein, den fortschreitenden Krankheitsverlauf zeitlich heraus zu zögern. Die stabile Unterstützung der pflegenden Angehörigen dient als Voraussetzung für einen langfristigen Aufenthalt im häuslichen Umfeld. Verglichen mit einem permanenten stationären Aufenthalt in einer Pflegestation stellt diese Situation gleichzeitig einen geringeren finanziellen Aufwand für die Kranken- und Pflegekassen dar.
Neben der kognitiven psychosozialen Unterstützung findet gleichzeitig auch eine körperliche Aktivierung statt. Diese hat also positive Auswirkungen auf kognitive Funktionen, psychisches Verhalten, Balance, Beweglichkeit durch gymnastische Angebote und fungiert gleichermaßen als Präventionsangebot und Sturzprophylaxe.

In multisensorischen Verfahren werden durch Stimulation aller Sinne alle zeitlichen Facetten der Gedächtnisleistungen angeregt. Aus dem Altgedächtnis findet sich Orientierung und Sicherheit durch Wiedererkennung der Wahrnehmungsimpulse und entsprechender Zuordnungen statt. Daran knüpft sich die Möglichkeit, das Erinnerte verbal wiederzugeben, nachzuvollziehen und eventuell sogar in den täglichen Ablauf als Beschäftigungsangebot aufzunehmen. Somit sind Freude, Würde, Selbstvertrauen und Aktivierung des Patient aneinander gekoppelt.

Schritt 1
Kontaktaufnahme
Alles beginnt mit einer Kontaktaufnahme. Sie melden sich bei uns und beschreiben uns Ihr Anliegen.

Schritt 2
Kennenlernen
Um ein genaueres Bild der Situation zu erhalten, lernen wir uns im nächsten Schritt persönlich kennen, indem wir bei Ihnen vorbei kommen.

Schritt 3
Probebetreuung
Damit wir herausfinden, ob eine Betreuung möglich und sinnvoll ist, führen wir eine kostenlose Probe-Betreuung durch.

Schritt 4
Angebot
Nachdem die Probe-Betreuung erfolgreich war, erhalten Sie von mir ein individuelles Angebot für die Betreuung und wir legen direkt los.


Barbara Neubuerger

  • Ausbildung

    Nach meiner erfolgreichen Ausbildung als Physiotherapeutin absolvierte ich zusätzlich eine Ausbildung zur Bobath-Therapeutin. Durch anschließende Zusatzqualifikationen im psychomotorischen, im soziokulturellen und psychosozialen Bereich erweiterten sich meine Kompetenzen zu einem ganzheitlichen Konzept. Somit beziehe ich in meine Therapie nicht nur die motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Patienten mit ein, sondern auch die geistigen und emotionalen Komponenten. Dies erlaubt es mir, eine ganzheitliche Therapie anbieten zu können.

  • Weiterbildung

    Einige Jahre vergingen, bis ich schlussendlich neben der Physiotherapie und Bobaththerapie eine klientenzentrierte Psychotherapie anbieten wollte. Daher abolvierte ich die Weiterbildung der Diplom psychologischen Beratung nach Carl R. Rogers, der als Begründer der Gesprächstherapie gilt. Im Anschluss daran nahm ich an der Demenzschulung der Malteser München teil, um die Betreuung der Demenzpatienten nach dem Sylvia Hemmet Modell zu erlernen.

  • Praktische Berufserfahrung

    Langjährige Tätigkeit mit neurologischen Krankheitsbildern nach der Bobathmethode sowohl in der Frühförderung von Kleinkindern, als auch in der Nachsorge von Schlaganfallpatienten und anderen neurologischen Krankheitsbildern. Zudem umfasste meine beruflichte Tätigkeit zudem Biografiearbeit, musikalische Betreuung, Psychomotorik, NLP, Kinesiologie, bilaterale Hemisphären Stimulation und Hospitzbegleitung.

  • Praktische ehrenamtliche Tätigkeiten

    Ehrenamtliche Hospizbegleitung für Jugendliche und Kleinkinder (Malteser München)

    Ehrenamtliche Nachbarschaftshilfe im Münchner Süden

    Tagesstätte für Demenzkranke

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